Peter Maffay - Riesen-Gl?ck - 1983 Dass die Sonne sich verdunkelt, Hatte man schon oft gesehen. Dass die V?gel nicht mehr flogen, War vielleicht noch zu verstehn. Dass es pl?tzlich k?lter wurde, Lag gewiss am Abendlicht; Doch das dumpfe Beben, das n?her kam, Verstand man einfach nicht. Man verkroch sich in den H?usern, Niemand schlief in dieser Nacht. Nur die Kinder wurden eilig Mit einem Trunk zur Ruh gebracht. Doch man hatte eins vergessen, Und als keine Zeit mehr blieb, H?rte man es singen am Stra?enrand, Und es sang sein Lieblingslied. Riesen sind nur halb so gro?, Sind ja lange Zwerge blo?. Riesen haben Riesenangst, Wenn man ihnen auf der Nase tanzt. ?berall sprach man Gebete "Gott besch?tze dieses Kind" Selbst die st?rksten M?nner f?hlten, dass sie und schwach und hilflos sind. Manche fingen an zu weinen, Andere packte kalte Wut Doch hinauszugehen in die dunkle Nacht Hatte niemand mehr den Mut. Und dann trat er aus den W?ldern, Der gef?rchtete Gigant, Einen Baum von hundert Jahren Knickte er mit einer Hand, Und er sah das kleine Wesen, Das ihn nicht zu f?rchten schien. Langsam kniete er sich zu dem Kind hinab Und es sang ein Lied f?r ihn. Riesen sind nur halb so gro?, Sind ja lange Zwerge blo?. Riesen haben Riesenangst, Wenn man ihnen auf der Nase tanzt. Da erzitterte die Erde, Und es zog ein Sturm herauf Und die Menschen in den H?usern Gaben alle Hoffnung auf. Dieses Kind war l?ngst verloren. Das war nun f?r alle klar, Denn es ahnte niemand in der Not, Was da drau?en geschehen war. H?tten sie ihn nur gesehen, Mit dem Kind in jener Nacht. Man erlebt nicht alle Tage, dass ein Riese tanzt und lacht. Mit einem L?cheln auf den Lippen ging er in den Wald zur?ck. Und einen Freund zu finden wie diese zwei Gilt noch heute als Riesengl?ck.